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avantgarde

THE.KØP

Köln-Oslo-Protokoll  (avantgarde/minimal)
VÖ: 08.05.2009
Label: Künstlersache
KS 03
10,00 €
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Das Album

Diese CD ist die äußerst konsequente Dokumention zweier Tage völlig freier elektro-akustischer Improvisation im August 2007.
Das Cover ist in eine dunkle Phantasie-Landschaft auf schwarzem Grund gehalten und nur mit den allernötigsten Informationen versehen. Runen und chinesische Schriftzeichen auf dem Cover und merkwürdige nordeuropäische Handschriften in der Innenseite verstärken die kryptische Wirkung.
"KOP" hat eher zufällige eine chinesische Bedeutung für "trockene Seele".

Mit dem ersten Stück beginnt eine große Klangreise über insgesamt acht Titel, von denen jeder absolut anders als die anderen zu sein scheint. Über alle Takes spannt sich ein Bogen und gleichzeitig taucht man in jedem Augenblick ein in einen Mikrokosmos aus feinen erratischen Geräuschaktionen.

Die sechs Individualisten aus Oslo und Köln begegnen sich in allen Besetzungen von Duo bis Sextett und spielen mit einem Höchstmaß an Sensibilität für den Klang der anderen.
Jeder der Musiker hat seinen Spot, ohne das kollektive Erlebnis in solistischen Ausbrüchen zu sprengen.
Was dabei entsteht, lässt sich kaum zuordnen.
Zu finden sind Spuren von Freejazz und Noise, Elektronischer Neuer Musik und typischer Gesten von Trompete, Gitarre, Bass und Schlagzeug.

Die Künstler allerdings kümmern sich überhaupt nicht um solche stilistische Fragen: ihr Zugang liegt im eigenen Material - Ästhetik und Musiktechnologie berühren sich hier auf engstem Raum.
Das stimmige Mastering von Audun Stripe tut ein übriges, um den Gesamtklang abzurunden.

Das Debut THE KOP ist ein Zeitdokument: postmodern vielschichtig, elektronisch, gesanglich, fremd, dunkel und stellenweise auch von subtilem anarchischem Humor.

Das Album von THE KOP ist ein Statement: Voller Individualität und kollektivem Geist.

Musiker, Instrumente und Techniken

Joker Nies greift mit Lötkolben und Hautwiderstand in die Platinen seiner elektronischen Fundstücke aus den 80er Jahren ein. Die haptischen und intuitiven Klanggeneratoren scheinen ein dysfunktionales Eigenleben zu führen und lassen plötzlich charmant-anarchische Erinnerungen an ihre ursprüngliche Bestimmung als Begleitautomaten aufblitzen.

Alex Gunia und Matthias Mainz modifizieren ihre Instrumente durch alle denkbaren und undenkbaren erweiterten Spieltechniken und durch Sonderanfertigungen wie ein Vierteltonventil für die Trompete. Die Elektronik ist zu einem integralen Bestandteil ihrer Instrumente geworden.

Hannes Hölzl und Anders Tveit programmieren in Supercollider und MAX MSP.
Anders Tveit nutzt seinen Rechner mit MAX, um den Ebass zu modifizieren. Hannes Hölzl kommt hier eine Doppelrolle zu: der eigene Laptop wird durch Gamecontroller zu einem haptischen Instrument und er entwickelt die Programme und Interfaces für die Trompete und den Computer mit Matthias Mainz.

Das Bassspiel von Anders Tveit und das Schlagzeug von Terje Evensen fügt sich nahtlos in die fragile Interaktion zwischen Geräuschen, reduzierten Melodiegesten und Harmoniefragmenten ein. Bei aller Freiheit scheint immer wieder die Idee der Rhythmusgruppe auf und bereitet den Boden für die Bögen der Stücke.

Besetzung
Matthias Mainz - trumpet, processing
Alex Gunia - extended guitar
Anders Tveit - six string bass, electronix
Terje Evensen - drums
Joker Nies - bent circuits
Hannes Hoelzl - Laptop

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Transmission

Transmission  (avantgarde/film)
DVD
VÖ: 27.03.2009
Label: Künstlersache
KS 02
Ein Film von Luigi Toscano und Felix Kerkow
Eine Collage aus Tanz und Musik
9,99 €
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Die Kooperation zwischen dem Kevin O’Day-Ballett Mannheim und der free form electronic Band Goldbach um den Mannheimer Trompeter Thomas Siffling beschreitet in ihrer ersten Zusammenarbeit ganz neue Wege. Kunstformen werden gemischt und verschmelzen.
Kreativität, Improvisation und Interaktion werden allen Beteiligten abverlangt, um den bestmöglichen Austausch der Kunstformen zu erzeugen. Freie, auf elektronischen Sounds und Beats basierende improvisierte Musik gepaart mit zeitgenössischem Ballett ergeben eine spannende Collage aus Kreativität und Ausdruckskraft, die genreübergreifend funktioniert.

Luigi Toscano und seinem Kameramann Felix Kerkow ist es gelungen, dieses ungewöhnliche Zusammenspiel auf eindrucksvolle Art und Weise zu dokumentieren.
Herausgekommen ist ein Film, der sowohl Kunstfilm als auch Dokumentarfilm ist.
Ein Film, der bewusst nicht nur auf das Endprodukt der Aufführung setzt, sondern auch backstage-Situationen zeigt und dem Zuschauer einen privilegierten Einblick auch hinter die Kulissen bietet.



Besetzung
Goldbach:

3 Musiker aus 3 verschiedenen Genres erzeugen eine Klangcollage der ganz besonderen Art.

Die Band um den in Mannheim lebenden Trompeter Thomas Siffling, den „resident DJ“ des Frankfurter Cocoon Clubs Christian Rindermann und dem in Oslo agierenden Gitarristen und Soundtüftler Alex Gunia verbindet diverse Musikgenres in einer ganz eigenen Art und Weise.

Alle drei mittlerweile international gefragten Künstler, bringen ihre Erfahrung und Eindrücke mit in ihre Interpretation der Musik ein.





Thomas Siffling - trp, flgh, electr.

Alex Gunia - git, sounds, electr.

C-Rock - DJ







Kevin O’Day-Ballett Mannheim



Kevin O’Day-Ballett Mannheim wurde 2002 unter der künstlerischen Leitung des Amerikaners Kevin O’Day gegründet mit dem Ziel, ein originäres, zeitgenössisches Repertoire zu entwickeln. Die Compagnie besteht ausschließlich aus Solisten, die das künstlerische Schaffen mit ihrem individuellen Ausdruck prägen. Regelmäßig lädt Kevin O’Day Gastchoreografen, Lichtdesigner, Bühnen- und Kostümbildner sowie Musiker aus ganz Europa und Nordamerika zur Zusammenarbeit ein. So entstehen zeitgenössische Ballette, die sich durch Originalität, Konzentration, Klarheit und einen sehr athletischen Stil auszeichnen.
Kevin O’Day-Ballett Mannheim war in den letzten Jahren auf Gastspielen unter anderem beim Holland Dance Festival Den Haag, im Suzanne Dellal Centre in Tel Aviv, beim Sintra-Festival Portugal und anlässlich der Tanzplattform in Stuttgart zu sehen.


Luigi Toscano, Felix Kerkow



Der Mannheimer Filmemacher und Fotograf Luigi Toscano sieht das Detail. Der Wunsch, seine Sicht auf die Dinge festzuhalten, brachte ihn zur Fotografie. Nun geht er ein Stück weiter und wendet sich den bewegten Bildern zu. Auch in diesem Segment behält er seine Liebe zum Detail bei.

Felix Kerkow, der sich mehr als Kunsthandwerker denn als Künstler versteht, fotografiert sonst im Mittel- und Großformat.

In ihrem Film „Transmission“ geben sie sich nicht mit der eindimensionalen Wiedergabe einer Interaktion zwischen Tänzern und Musikern zufrieden – Toscano ist mit der Kamera mitten im Geschehen – mal auf der Bühne, ganz nah am Tänzer, mal schaut er dem DJ auf den Plattenteller, während Kerkow in luftiger Höhe über der Bühne mal in der Totalen, dann im Close Up von weit oben agiert. Die in schwarz-weiß gehaltenen Sequenzen montieren Toscano und Kerkow zu einer atemlosen und trotzdem traumtänzerischen Collage.



www.nationaltheater-mannheim.de

www.kuenstlersache.com

www.thomassiffling.com

www.luigi-toscano.de

www.geo-graph.de

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S|P